Österreich und seine Ausflugsziele: zwischen Fluss, Fels und Kulturdenkmal
Wer öfter unterwegs ist, merkt schnell, dass die Jahreszeit mehr über den Eindruck entscheidet als das Ziel selbst. Derselbe Ort wirkt im Mai völlig anders als im September.
Baden, Wandern und Aussicht
Viele Seeufer sind teilweise privat oder kostenpflichtig. Öffentliche Zugänge existieren, sind aber nicht überall gleich gut ausgeschildert.
Das Salzkammergut zwischen Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark hat die höchste Dichte an Seen. Hallstätter See, Wolfgangsee und Attersee sind die bekanntesten davon.
Berge, Almen und Hütten
Auf Almen gilt besondere Vorsicht bei Weidevieh. Abstand halten, Hunde anleinen und bei Bedarf ableinen, wenn Tiere direkt auf einen zukommen.
Bergbahnen verkürzen viele Anstiege erheblich und machen hochgelegene Ziele auch für weniger Geübte erreichbar. Ihre Betriebszeiten sind saisonal begrenzt.
Was Städte als Ausflugsziel bieten
Der November ist für Städtereisen der günstigste Monat: wenig Andrang, niedrige Unterkunftspreise und volles Kulturprogramm.
Die interessanteren Viertel liegen meist außerhalb der touristischen Zentren. In Wien betrifft das etwa Ottakring oder die Bezirke entlang des Gürtels.
Märkte als eigenes Ziel
Der Brunnenmarkt in Wien-Ottakring zählt zu den größten Straßenmärkten Europas und läuft von Montag bis Samstag. Er ist deutlich weniger touristisch geprägt als der Naschmarkt. Mehr Themen dieser Art stehen hier.
Bargeld ist auf Märkten weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleinen Ständen selten.
| Mai | Klammen, Täler, Städte | gering |
| Juli und August | Bergseen, Höhenwege | hoch |
| September | fast alles | moderat |
| November | Städte | sehr gering |
Was sich mit Kindern eignet
Museen und Schauhöhlen sind gute Ausweichziele bei schlechtem Wetter und in fast jeder Region vorhanden.
Ein Wechselgewand im Rucksack erspart bei Bachläufen und Seen viel Diskussion.
- Region festlegen, dann erst einzelne Ziele auswählen
- Saison und Höhenlage abgleichen
- Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln prüfen
- Wegzeiten realistisch ansetzen, Höhenmeter zählen
- Wetterbericht am Morgen noch einmal ansehen
Ziele abseits der bekannten Namen
Wer eine Region mehrfach besucht, findet mit jedem Mal mehr. Das gilt besonders für die Gebiete abseits der großen Skiorte.
Gespräche vor Ort bringen die besten Hinweise. Wirtsleute und Hüttenpersonal kennen die Umgebung besser als jede Beschreibung. Wer tiefer einsteigen will, findet eine Sammlung zu Ausflugsziele mit Anreisetipps.
Bauwerke mit Geschichte
Kombitickets aus Führung und Verpflegung sind verbreitet und meist günstiger als die Einzelposten zusammen.
Freilichtmuseen versammeln historische Bauernhäuser aus einer Region an einem Ort. Sie funktionieren auch bei mäßigem Wetter gut.
Die kurze Zusammenfassung
Öffnungszeiten, Saisonzeiten und Sperren ändern sich. Vor der Anfahrt lohnt immer ein Blick auf die Seite des jeweiligen Betreibers.
Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Ziel und einem stillen Platz in der Nähe. So sieht man beide Seiten einer Region.
Innsbruck ist der einzige Ort dieser Größe, von dem aus das Hochgebirge in wenigen Minuten mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist.
Ein Marktbesuch sagt mehr über den Alltag einer Stadt aus als die meisten Sehenswürdigkeiten im Zentrum.
Eintritte, Maut und Bahnen
Wandern selbst kostet nichts. Die Ausgaben entstehen über Anreise, Bergbahnen, Mautstraßen und Einkehr.
Die Einkehr auf der Hütte ist kein Pflichtprogramm, gehört für viele aber dazu und sollte im Budget eingeplant sein.
Was in den Rucksack gehört
Eine kleine Stirnlampe wiegt fast nichts und ist genau dann nützlich, wenn eine Tour länger dauert als geplant.
Regenschutz gehört auch bei stabiler Vorhersage in den Rucksack. Im Gebirge ändert sich die Lage innerhalb einer Stunde.
Wasserfälle und Flusslandschaften
Auen entlang der großen Flüsse stehen vielfach unter Schutz und beherbergen Arten, die anderswo längst verschwunden sind.
Der Sprühnebel macht die Wege dauerhaft feucht. Rutschfeste Schuhe sind hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Die bekanntesten Klammen
In den Schluchten ist es deutlich kühler und feuchter als draußen. Eine zusätzliche Schicht und rutschfeste Schuhe sind kein übertriebener Aufwand.
Klammen sind enge, von Wasser ausgewaschene Felsschluchten. In Österreich sind viele davon über Stege und Treppen erschlossen und gegen Eintritt begehbar.
Bauernmärkte verkaufen direkt vom Produzenten. Das ist teurer als im Supermarkt, dafür ist die Herkunft nachvollziehbar.
Winterliche Ausflugsziele
Im Winter verschiebt sich das Angebot deutlich. Viele Naturziele sind nicht erreichbar, dafür öffnen Skigebiete, Rodelbahnen und Winterwanderwege.
Städtebesuche funktionieren im Winter besonders gut. Museen, Kaffeehäuser und Adventmärkte füllen den Tag ohne Abhängigkeit vom Wetter.
Die bekannten Ziele sind bekannt, weil sie leicht erreichbar und gut vermarktet sind. Das sagt wenig darüber aus, ob sie die interessantesten sind.
Verkehrsanbindung im Vergleich
Das Klimaticket gilt österreichweit im öffentlichen Verkehr und rechnet sich bereits bei wenigen längeren Fahrten im Jahr.
Die letzten Verbindungen am Nachmittag fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf die Rückfahrt gehört zur Tourenplanung.
Was Leser am häufigsten wissen wollen
Sind Almhütten das ganze Jahr bewirtschaftet?
Nein, üblicherweise von Juni bis September. Außerhalb dieser Zeit gibt es dort weder Verpflegung noch verlässlich Wasser.
Kann man in Bergseen baden?
Grundsätzlich ja, die Temperaturen laden aber selten dazu ein. Manche Seen sind zudem aus Schutzgründen für das Baden gesperrt.
Was geht im Winter abseits der Skigebiete?
Präparierte Winterwanderwege, Rodelbahnen, Thermen sowie Städtebesuche. Viele Naturziele sind in dieser Zeit nicht zugänglich.
In Schutzgebieten gelten eigene Regeln. Sie stehen an den Eingängen und auf den Seiten der jeweiligen Verwaltung.
